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OCR und Fotos

Foto in Text umwandeln: OCR-Tipps für sauberes Audio

Wenn eine App eine Seite falsch vorliest, liegt es selten an der Stimme, sondern am Foto. Die Texterkennung kann nur lesen, was die Kamera scharf erfasst hat. Ein paar Sekunden Sorgfalt beim Fotografieren bringen mehr als jede Einstellung. Hier steht, was funktioniert und was der OCR noch schwerfällt.

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Kurze Antwort

Damit die OCR den Text aus einem Foto sauber herausholt, achte auf vier Dinge: gleichmäßiges Licht ohne Spiegelung, das Handy parallel zur Seite, ein möglichst flaches Blatt und Text, der den Rahmen scharf ausfüllt. In ReadLens tippst du auf Seite fotografieren oder wählst ein Bild aus deiner Mediathek; du kannst bis zu 5 Seiten auf einmal aufnehmen und bis zu 30 Seiten in einer Lesung sammeln oder ein PDF importieren und die Seiten auswählen. Die Erkennung funktioniert sehr gut bei sauberem Druck und recht gut bei lesbarer Handschrift. Schwerer tut sie sich mit enger Schreibschrift, Hochglanzpapier, gewölbten Seiten nahe der Bindung, Text auf Bildern und mehrspaltigen Layouts oder Tabellen. Klingt ein Wort falsch, tipp darauf, um es noch einmal zu hören, und fotografiere die Seite notfalls bei besserem Licht neu. Meist ist das Problem danach schon gelöst.

OCR in Kürze

Die optische Zeichenerkennung (OCR) findet die Buchstabenformen in deinem Foto und macht daraus Text, wie ein Dokumentenscanner. Danach liest die Sprachausgabe (Text-to-Speech) diesen Text vor. Die Stimme kann nur lesen, was die OCR erkannt hat, und die OCR erkennt nur, was die Kamera scharf erfasst hat. Wenn eine Lesung seltsame Wörter enthält, steckt die Ursache also fast immer im Foto: ein Schatten, eine Spiegelung oder eine gebogene Zeile.

Fünf Kniffe, die die Erkennung am meisten verbessern

  1. 01 Gleichmäßiges Licht ohne Spiegelung. Setz dich ans Fenster oder unter eine Deckenlampe und achte darauf, dass dein Schatten nicht aufs Blatt fällt. Bei Hochglanzpapier oder einer Klarsichthülle kippst du die Seite leicht, bis die Spiegelung verschwindet.
  2. 02 Das Handy parallel zur Seite. Halte das Handy direkt über das Blatt, nicht schräg. Schiefe Fotos funktionieren auch, aber die Buchstaben oben auf der Seite werden kleiner und gehen leichter verloren.
  3. 03 Die Seite schön flach. Drück das Buch mit der Hand flach oder halte die Ränder fest. Nahe der Bindung eines dicken Buches wölben sich die Zeilen, und die OCR kann Wörter überspringen oder zusammenziehen.
  4. 04 Text, der den Rahmen füllt. Geh so nah heran, bis der Text fast das ganze Foto einnimmt, und warte auf den Fokus, bevor du auslöst. Ein unscharfes oder aus der Ferne gemachtes Foto, etwa von einer Folie aus der letzten Reihe im Hörsaal, verliert Details.
  5. 05 Ein Foto pro Seite. Für ein Kapitel machst du ein Foto pro Seite: Du kannst bis zu 5 Seiten auf einmal aufnehmen und sie in Lesereihenfolge zu derselben Lesung hinzufügen, bis zu 30 Seiten. Steckt der Text schon in einem PDF, importierst du es und wählst nur die Seiten, die du brauchst.
Startbildschirm von ReadLens mit dem Titel „Mach jeden Text zu Audio“ und dem grünen Button „Seite fotografieren“
Alles beginnt mit „Seite fotografieren“: mit der Kamera oder aus deiner Mediathek.

Was der OCR noch schwerfällt

  • Schreibschrift oder sehr enge Schrift. Lesbare Handschrift klappt meist gut; schnelle Schreibschrift und Randnotizen nicht immer.
  • Text auf Bildern oder Fotos. Plakate, Verpackungen und kontrastarme Buchcover erzeugen mehr Fehler als eine gedruckte Seite.
  • Mehrere Spalten und Tabellen. Die Lesereihenfolge kann durcheinandergeraten; bei Zeitung oder Zeitschrift klappt eine Spalte nach der anderen besser.
  • Hochglanzpapier und Fotos von Bildschirmen. Spiegelungen und Streifen, die beim Fotografieren eines Monitors entstehen, verschlucken Buchstaben; ein Screenshot liefert ein besseres Ergebnis als ein Foto vom Bildschirm.
  • Winziger Text oder Fotos aus der Ferne. Geh näher heran oder fotografiere die Seite in zwei Teilen und füge beide zur selben Lesung hinzu.

Wenn ein Wort falsch gelesen wird

Tipp auf ein beliebiges Wort und das Audio springt genau dorthin, so hörst du einen Satz noch einmal, ohne die Seite neu aufzunehmen. Werden auf einer Seite mehrere Wörter falsch gelesen, fotografierst du diese Seite am schnellsten neu, bei besserem Licht oder aus der Nähe. Willst du einfach nur ein Bild anhören, ohne dich um Details zu kümmern, erklärt der Ratgeber Foto vorlesen lassen den Grundablauf, und der Ratgeber zu handschriftlichen Notizen behandelt die Handschrift.

Häufige Fragen

Warum erkennt die OCR manche Wörter auf meinem Foto falsch?

Fast immer liegt es am Foto: Schatten, Spiegelungen, eine gewölbte Seite oder zu kleiner Text. Mit gleichmäßigem Licht, dem Handy parallel zum Blatt und Text, der den Rahmen füllt, wird die Erkennung deutlich besser. Enge Schreibschrift, Text auf Bildern und mehrspaltige Layouts bleiben die schwierigsten Fälle.

Funktioniert es auch mit Screenshots?

Ja. ReadLens liest den Text aus jedem Bild in deiner Mediathek, auch aus Screenshots, gescannten Dokumenten und Fotos eines Computerbildschirms. Ein Screenshot liefert meist ein besseres Ergebnis als ein Foto vom Bildschirm, weil er keine Spiegelungen hat.

Wie viele Seiten kann ich auf einmal fotografieren?

Bis zu 5 Seiten pro Aufnahme oder Import und bis zu 30 Seiten in einer Lesung. Mach ein Foto pro Seite und ReadLens liest sie der Reihe nach vor, jedes Wort markiert; du kannst auch ein PDF importieren und die Seiten auswählen.

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